Neues wagen

Setzen Sie sich smarte Ziele
9. November 2020

„Wenn Du immer nur das tust, was Du immer schon getan hast,

dann wirst Du immer nur das bekommen, was Du immer schon bekommen hast.“

Vielleicht geht es Ihnen manchmal auch so, dass Sie den Eindruck haben, Ihr Leben verläuft in allzu vertrauten Bahnen und es dürfte mal wieder etwas Neues kommen. Gleichzeitig ist das Gewohnte aber auch so gemütlich und sicher, dass es Ihnen vielleicht schwer fällt, sich zu neuen Erfahrungen aufzumachen. Dieser Ambivalenz widme ich mein Wochenthema „Neues wagen“.

Heute möchte ich dazu ein Modell vorstellen. In den nächsten Tagen werde ich dann auf meiner Facebook-Seite Angebote machen, mit kleinen Übungen den Alltagstrott zu verlassen.

Das Komfortzonenmodell

Das Komfortzonenmodell beschreibt drei Zonen, in denen unser Erleben stattfindet:

In der Komfortzone fühlen wir uns wohl und sicher. Dort findet sich alles, was wir können und kennen: etablierte Fähigkeiten und Gewohnheiten, Routinen, bekannte Abläufe und vertraute Wege. Es fällt uns leicht, die Aufgaben der Komfortzone zu bewältigen. Wenn wir uns in der Komfortzone bewegen, dann erleben wir Entspannung, Gewohnheit, Sicherheit. In ihr können wir daher abschalten und auftanken.

Was wir in der Komfortzone nicht erleben, ist Neues und Veränderung. Ein Leben ausschließlich in der Komfortzone kann daher zu Langeweile führen. Die Erfüllung unserer Visionen finden wir hier nicht.

In der Stretchingzone findet Veränderung statt. Wir wagen passend zum Wochenthema etwas Neues, verlassen gewohnte Pfade und gehen evtl. auch ein Risiko ein. Unsere etablierten Fähigkeiten und Routinen lassen sich hier nicht wie gewohnt einsetzen, sondern es geht darum, Muster zu hinterfragen und neue Verhaltensweisen zu erwerben. In der Stretchingzone machen wir also neue Erfahrungen, erleben Abenteuer und erfahren Wachstum. Dies geht oft mit Unsicherheit und Herausforderung einher. Durch häufigere Aufenthalte in der Stretchingzone erweitern wir unsere Komfortzone. Denn wenn wir ein neues Verhalten ausprobieren, daran Gefallen finden und dieses häufiger ausführen, wird es ebenfalls zu einer etablierten Fähigkeit und gehört im Verlauf dann in die Komfortzone.

Gehen wir ein zu großes Risiko ein oder werden mit unklaren Aufgaben in völlig fremder Umgebung konfrontiert, finden wir uns in der Panikzone wieder. Wir haben es mit dem Abenteuer übertrieben und erleben Überforderung, Bedrohung, Angst. Dementsprechend zeigen wir auch eine Angstreaktion und wollen am liebsten flüchten oder wir erstarren. Bei diesem Stresslevel sind Lernen und Wachstum nahezu unmöglich. Stattdessen handeln wir unter Umständen völlig irrational. Hilfreich wäre es in diesem Fall, wenn es uns gelingt, die Umstände oder unsere Einstellung so anzupassen, dass sich die Situation in die Stretchingzone verschiebt, damit wir wieder handlungsfähig werden.

Meine Erfahrungen

Vor vier Jahren habe ich mich dazu entschieden, meine Komfortzone regelmäßig zu verlassen. Zu dem Zeitpunkt blickte ich auf eine 13jährige Berufstätigkeit im mehr oder weniger gleichen Job, wenn auch bei wechselnden Arbeitgebern zurück. Es gab also viel Routine und Gewohnheit, viel Expertise und etablierte Fähigkeiten. Was fehlte waren Abwechslung, Inspiration und Wachstum. Daher begann ich mit der freiberuflichen Nebentätigkeit. In diesen vier Jahren habe ich viel Zeit in der Stretchingzone und einzelne Momente in der Panikzone verbracht. Gleichzeitig steht mir auch noch ausreichend Komfortzone zur Verfügung, um Sicherheit und Entspannung genießen zu können. Inzwischen hat sich meine Komfortzone erweitert, auch freiberufliche Tätigkeiten gehören dazu. Es ist also an der Zeit, diesen Blog zu starten und ein neues Facebook-Profil aufzubauen, um wieder mehr Zeit in der Stretchingzone zu verbringen.

Manchmal fällt es mir schwer, die Bequemlichkeit der Komfortzone zu verlassen und mich auf neue Abenteuer einzulassen. Wie geht es Ihnen damit? Ich freue mich darauf, von Ihren Erfahrungen in Kommentaren und Nachrichten zu lesen. Besuchen Sie gerne auch mein Facebook-Profil.

8 Comments

  1. FW sagt:

    Ein toller Beitrag!

  2. Maren L. sagt:

    Sehr schön und anschaulich beschrieben! Ich habe etwas viel Zeit in der Stretching- und sicher auch etwas Zeit in der Panikzone verbracht und wünsche mir wieder mehr Aufenthalt in der Komfortzone. 🙂

    • Nicole Wendisch sagt:

      Das kann ich nachvollziehen. Wie so oft kommt es auf das individuell passende Maß an. Ich wünsche viel Erfolg dabei, immer wieder zum Auftanken in die Komfortzone zurückzukehren und diese auszuweiten, so dass Tätigkeiten, die noch zur Stretchingzone gehören, bald in der Komfortzone liegen.

  3. Gönna sagt:

    Liebe Nicole,
    wie schön, dass Du Deine Komfortzone um Deine Freiberuflichket erweitert hast und jetzt ein neue Projekt angehst.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei und ein stetiges Wachsen Deiner Komfortzone.
    Liebe Grüße
    Gönna

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