Wie Sie Glücklichsein lernen und trainieren können

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Was Dankbarkeit mit Glück zu tun hat
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„Wenn ich erst verheiratet bin, dann bin ich glücklich.“

„Wenn ich erst Abteilungsleiterin bin, dann bin ich glücklich.“

„Wenn ich ein Kind bekomme, dann bin ich glücklich.“

„Wenn ich in Rente gehe, dann bin ich glücklich.“

Kommen Ihnen diese oder ähnliche Sätze bekannt vor?

Früher hielt ich Glück für etwas Großes, ein Lebensziel, auf das jahrelang hingearbeitet wird. Inzwischen sehe ich Glück jedoch schon lange als etwas an, das in den alltäglichen Dingen zu finden ist und mehrmals täglich erlebt werden kann. Statt auf ein großes Glück zu warten, versuche ich, dass alltägliche Glück bewusst wahrzunehmen und zu genießen.

Seit Kurzem beschäftige ich mich nun mit der Positiven Psychologie, in der es auch um das Glücklichsein geht. Durch die dort beschriebenen Erkenntnisse werde ich in meiner bisherigen Haltung bestärkt. In Studien hat sich z.B. herausgestellt, dass unser Glück zu 40% von uns selbst gestaltet wird durch unsere Einstellungen und bewussten Verhaltensweisen. Das gibt uns einen sehr großen Einfluss auf unser Glück und bedeutet, dass Glück zu einem nicht geringen Teil „erlernbar“ ist und trainiert werden kann.

Glück und Zufriedenheit sind dabei aus vielen Gründen erstrebenswert, denn glückliche Menschen

  • lösen Probleme schneller und besser
  • lernen leichter
  • sind geistig flexibler
  • zeigen mehr Mitgefühl
  • haben ein höheres Einkommen
  • erhalten mehr Unterstützung von Kollegen und Führungskräften
  • sind gesünder
  • leben länger

Es lohnt sich also, die 40% Gestaltungsspielraum zu nutzen und an dem eigenen Glück zu arbeiten. Denn um Arbeit handelt es sich, sagt Sonja Lyubomirsky, eine amerikanische Professorin, die seit langem zum Thema Glück forscht. Die gute Nachricht: Es gibt viele „Trainingsmethoden“ oder auch Übungen, die sich in den Alltag integrieren lassen und das eigene Glück erhöhen. Folgende Themenbereiche eignen sich z.B. dafür:

  • Dankbarkeit
  • Leben im Hier und Jetzt
  • Optimismus
  • von den guten Dingen erzählen
  • soziale Beziehungen
  • Hilfsbereitschaft
  • Vergeben
  • Lebensrhythmus und Energie
  • Sinn

In der nächsten Zeit werden sich einige meiner Blog-Artikel manchen dieser Themen widmen.

Darüber hinaus gebe ich auf meinem Facebook-Profil in dieser Woche erste kleine Impulse zum Glückstraining.

Was ist Glück für Sie? Schreiben Sie gerne darüber in den Kommentaren.

2 Comments

  1. Stephan sagt:

    Hallo. Wahre Worte. Mir ist auch aufgefallen, dass Vielen gar nicht bewusst ist, wie gut es ihnen geht. Sicherlich kann man nicht in die Menschen hineinsehen. Und jeder hat sein Rucksack zu tragen. Aber häufig werden sich über Nichtigkeiten aufgeregt. Sicherlich mag ein gesunder Ehrgeiz und tun Verlangen nach Mehr gut und okay sein. Aber man darf nicht vergessen, was elementar wichtig ist. Ich bin z.B. glücklich, weil meine Familie und auch ich relativ gesund sind. Dazu kommt noch das Leben in Schleswig-Holstein. Alleine das beinhaltet ein gewisses Maß an Sicherheit. Vielen Dank für den Blog und eine fröhliche kommende Adventszeit.

    • Nicole Wendisch sagt:

      Hallo Stephan,
      vielen Dank für Ihren Kommentar. Tatsächlich ist es so, dass wir Menschen uns schnell an Dinge gewöhnen, auch an die positiven. Dann fällt uns im Alltag manchmal nicht mehr auf, wie viel Glück es in unserem Leben gibt. Mein nächster Blog-Artikel widmet sich dem Thema Dankbarkeit, das sehr gut dazu passt. Einen glücklichen Wochenstart wünsche ich.
      Gruß, Nicole Wendisch

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